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Start Autoren/Hrsg. Dittmar, Ulrich

Zum Autor: Ulrich Dittmar

Beruflicher Werdegang

1969-1972:
Ausbildung zum Chemiefacharbeiter

1972-1974:
Fachhochschulreife in Gelsenkirchen

1974-1975:
Zivildienst

1975-1980:
Studium der Sozialarbeit – Uni/GH-Essen

Nachdem Ulrich Dittmar auch seine literarische Arbeit prägende Erfahrungen durch berufliche Tätigkeiten u. a. bei der Drogenberatung,  mit allein stehenden Wohnungslosen, in der offenen Jugendarbeit, in einem Altenheim und später in einem Wohnheim für psychisch Beeinträchtigte sammelte, ist er heute hauptberuflich in der Selbsthilfe-Kontaktstelle für den Kreis Recklinghausen tätig.

Künstlerischer Werdegang

Ulrich Dittmar schreibt seit fast 40 Jahren. Zunächst waren es neben Lyrik Songtexte, die er seinem Publikum allein oder mit unterschiedlichen Formationen zu Gehör brachte. Als Mitbegründer und Bassist der Rock’n Skiffle-Folk-Pop-Blues Combo „The Flying Avocados“ (vormals „Gnä’ Frau“) galt lange Zeit sein künstlerisches Augenmerk Songtexten, die in ihrer Eigenart seinen späteren Prosatexten ähnlich sind.

Inspiriert durch Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger und Marie Luise Kaschnitz begann er Kurzgeschichten und Kurzprosa zu schreiben, die einen leichten Hang zum Surrealen erkennen ließen. Seine Geschichten erzählen von Krisensituationen; die Besonderheit der Alltäglichkeiten bildet dabei den Kern seiner Texte.

Ulrich Dittmars Sicht-, Schreib- und Erzählweise ist geprägt durch seinen Umgang mit Menschen in den vielen Tätigkeitsbereichen eines Sozialarbeiters. Aus diesen Erfahrungen kommt auch die Inspiration für die in seinen Werken mitunter geschilderten skurrilen Situationen.

In Beziehungsgeschichten, Kriminalstorys und mystischen Erzählungen isoliert seine Sichtweise eine Entscheidung und legt seinen Fokus auf eben jenen Moment der Entscheidung. Mit komischen Aspekten, oft ironisch, manchmal zynisch, setzt er sich mit den Kleinigkeiten menschlicher Wünsche und Ängste auseinander, die häufig zu einem überraschenden Ende führen, ganz im Sinne O. Henrys und des nach ihm benannten O.-Henry-Twists.

Ulrich Dittmar geht konform mit Edgar Alan Poes Auffassung zur Kurzgeschichte, die im Gegensatz zum Roman dem Leser die Chance bietet, in eine Handlung zu tauchen, aus der er sich erst am Ende wieder löst. Einen einheitlichen Eindruck erfahren zu können, ohne die Konzentrationsfähigkeit zu verlieren ist für den Betrachter jedes Kunstwerkes wichtig und dessen Störung lässt jeden Roman seine Wirkung verlieren.

Seit 2007 sorgt Ulrich Dittmar mit dem TrioLit durch Leseprogramme unter dem Motto „Alltägliche Geschichten an ungewöhnlichen Orten“ (Friseur-Salon, Werkhalle einer Kistenfabrik, Gärtnerei, Kirche) für Begeisterung bei den Zuhörern. Darüber hinaus ist Ulrich Dittmar Mitinitiator und Mitglied der vestischen Autorengruppe „Die Tram“. Auszeichnungen:

2008 erhielt Ulrich Dittmar von der „Neuen Literarischen Gesellschaft Recklinghausen“ die „Vestische-Eule“, für die er bereits von 2001-2007 jährlich nominiert war. Im Jahre 2006 war er ein Preisträger  des Kunstpreises „Poesie im Wind“ von Bad Zwischenahn.

Publikationen

1985: Sonderheft der Drogenberatung Wesel – „Metamorphose“ (modernes Märchen)
1986: Kalender der Tuschezeichnungen, Sprüche, Aphorismen
1989: Kirche und Leben (Kirchenzeitung) – „Von der Wärme“ (Kurzgeschichte)
2001-2008: Broschüren zu Recklinghäuser Autorennächten (Kurzgeschichten und Lyrik)
2005: Festschrift der Sparkasse Vest – „Schade, sagt Sabine“ (Kurzgeschichte)
2006: UHU, Straßenmagazin – „Unter dem gelben Doppelbogen“ (Kurzgeschichte)
2006: Festschrift Kunstpreis Bad Zwischenahn – „Wechselnde Winde“ (Lyrik)
2008: Salbader, Literaturzeitung (Berlin) – „Walle von Malle“ (Kurzprosa)
(2010 voraussichtlich) Jahresband Bibliothek deutschsprachiger Gedichte – „Brücke“
(2010 voraussichtlich) Beitrag zur Anthologie: „Ein Pott voller Morde“ mit „Der letzte Auftrag“

Hörprobe

Hier erhalten Sie einen akustischen Eindruck von Ulrich Dittmar (zusammen Mona Jüntgen und Helmut Peters), aufgenommen am 27.10.2008 live im Frisurenstudio Brusdau, Herten-Westerholt.

Veröffentlichungen im Anno-Verlag:

- Der Ferne so nah, 2010