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Start Autoren/Hrsg. Hölz, Heribert

Zum Autor: Heribert Hölz

Ich bin am 9. Oktober 1942 in Duisburg geboren und aufgewachsen. Daraus folgt, dass ich die unmittelbare Nachkriegszeit bewusst erlebt habe. Diese Zeit hat mein Leben stark beeinflusst. Mein Vater ist Ende 1944 in Lettland an der Ostfront gefallen. Ich habe ihn nicht kennengelernt. Meine Mutter, Kriegerwitwe, hat es verstanden, uns Kinder – ich habe noch zwei ältere Brüder – über eine sehr schwere Zeit durchzubringen.

Ich bin in ziemlich bescheidenen Verhältnissen groß geworden – u. a. haben wir in zweieinhalb Zimmerchen mit fünf Personen gelebt. Meine Oma lebte noch in unserer Familie. So stand am Anfang meines Lebens wirklich Not im Vordergrund. Diese Zeit hat mich geprägt und machte mich offen, anderen Menschen in vergleichbaren Situationen zu helfen. Mein Leben war geprägt vom Dreiklang: Schule, Kirche und Fußball. Es war konsequent, einen Beruf zu wählen, der Hilfestellungen für andere Menschen zum Inhalt hatte. Ich wurde Dipl. Sozialarbeiter bei der Caritas in Duisburg. Vorher lernte ich allerdings den Beruf eines Speditionskaufmanns in der Binnenschifffahrt.

1971 heiratete ich und zog nach Mülheim-Speldorf für 2 1/2 Jahre. 1972 und 1973 wurden meine Töchter Dorothea und Monika geboren. Die Wohnung in Speidorf wurde zu klein. Deshalb zog ich Ende 1973 nach Neukirchen-Vluyn.

Weil ich inzwischen noch eine Nebentätigkeit als Musikpädagoge an der städtischen Musikschule in Mülheim/Ruhr angenommen hatte, konnte ich ein Haus kaufen, in dem ich heute mit meiner Frau Ursula lebe.

Ich habe in meinem Hauptberuf als Dipl. Sozialarbeiter bei der Duisburger Caritas genau 40 Jahre in verschiedenen Funktionen gearbeitet und leitete u. a. über zehn Jahre die Abteilung Jugend und Familie.

Als sich im Jahre 1991 auf dem Balkan der Krieg abzeichnete und die Bilder über das Fernsehen in die Wohnungen kamen, wollte ich unbedingt den bedrängten Menschen helfen. Ich wusste aus eigenem Erleben, was Not heißt.

Im Februar 1992 bin ich dann zum ersten Male in den Krieg gefahren. Ich habe eine Reihe brenzliger Situationen überstanden und das Grauen erlebt. Inzwischen bin ich im Sommer dieses Jahres zum 72. Male auf dem Balkan gewesen, wo Menschen immer noch unbedingt Hilfe benötigen, weil der Staat total versagt.

Im Oktober 2007 wurde ich pensioniert. Seitdem führe ich die „Bosnienhilfe“ ehrenamtlich weiter.

Mehr Informationen über Heribert Hölz finden Sie in seinem Eintrag auf Wikipedia.


Veröffentlichungen

- Von Lebertran bis Slivovic, 2012

Prospekt zum Buch

- Prospekt Von Lebertran bis Slivovic