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Start Autoren/Hrsg. Link, Olaf

Zum Autor: Olaf Link

Olaf Link wurde am 5. März 1957 in Solingen geboren. Bereits während des Besuches der Volksschule Meigen entwickelte sich sein Interesse an Lokal- und Regionalgeschichte, das bis heute anhält.

Im Jahre 1969 erste Publikation (Lyrik) im "Solinger Tageblatt". Nach dem Besuch der Theodor-Heuss-Schule und der Mildred-Scheel-Schule in Solingen folgte in Düsseldorf das Studium der Sozialarbeit.

Warum historisches Interesse? – statt einer Vita

Am Dienstag, den 5. März 1957 um 1.00 Uhr in der Nacht in Solingen geboren, habe ich nur knapp das Recht verfehlt, mit dem Karnevals-Evergreen „Am Rosenmontag bin ich geboren“ meine Mitmenschen traktieren zu dürfen.

Als Kleinkind genoss ich es, wenn mein Vater mir Märchen erzählte. Wenn ich solchen lauschte, in denen Königinnen oder Könige, Prinzessinnen oder Prinzen eine Rolle spielten, wie dies bei dem vom Froschkönig sowie von Schneewittchen der Fall ist, dann phantasierte ich die Handlung nach Schloss Burg, acht Kilometer von meinem Elternhaus entfernt. Oft und gern führte mich der Weg, mal mit meinen Eltern, mal mit den Großeltern dorthin. An diesem Ort, in der einstigen Burganlage der Grafen von Berg, erhielt ich einen ersten Eindruck von Geschichte und Kultur des Mittelalters. Soweit ich Einfluss darauf nehmen konnte, welches das Ziel der obligatorischen Sonntagsausflüge sein sollte, wünschte ich mir einen Besuch in der Burg, deren Wandgemälde in Rittersaal, Kemenate und Kapelle, die bedeutsame Ereignisse des einstigen dortigen Lebens darstellen, mir näher und lebendiger waren, als manches, was das Fernsehen für Kinder an Sendungen bereit hielt. 

In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass meine Eltern ein erstes Fernsehgerät kauften, als ich acht Jahre alt war. In eben diesem Jahr kam mir ein Geschichtsbuch vor Augen, in dem es die graphische Darstellung eines Kindes, etwa ebenso alt wie ich, gab, das in einem Bergwerk eine Lore vor sich her schob.

So wurde ich mit der mir bis dahin unbekannten Tatsache konfrontiert, dass es einst Kinderarbeit gab, Mädchen und Jungen auch unweit meiner Heimat, in den an der Ruhr gelegenen Städten, bis zu zwölf Stunden täglich in den dunklen und feuchten Stollen der Bergwerke schwerste Arbeiten zu leisten hatten. Erst im Jahre 1904 wurde die Arbeit von Kindern unter zwölf Jahren verboten.

Einem behütenden Elternhaus entstammend und über ausreichend freie Zeit verfügend, um meinen Träumen nachzugehen, meinen kindlichen Neigungen zu folgen, schockierte mich meine neu gewonnene Erkenntnis sehr. Beinahe zwangsläufig stellte ich mir die Frage, was sich wohl sonst noch in der hiesigen Region zugetragen haben mag, wovon mir nichts bekannt war. So erhielt mein zuvor schon bestandenes historisches Interesse einen enormen Schub.

Von Geschichte und Geschichten (Märchen, Sagen, Legenden) handelten die Bücher, die ich vorzugsweise las, als meine Klassenkameraden Comics (z. B. „Mickey Mouse“,„Fix & Foxi“), später „Bravo“ für sich entdeckten.

Mein Interesse an Geschichte, insbesondere Lokal- und Regionalgeschichte, hat mich bis heute nicht verlassen. Ich hoffe, dass etwas von meiner Passion sich jenen mitteilt, die meine Vorträge besuchen, oder eines jener Bücher lesen, die ich publizieren durfte.

Enttäuschen muss ich jene, die in mir einen professionellen Historiker vermuten. Bereits im Alter von zwölf Jahren stand für mich fest, dass ich den Beruf eines Sozialarbeiters ergreifen werde.

Nach entsprechendem Studium führte mich mein Weg zum Jugendamt der Stadt Solingen, wo ich nun schon seit 26 Jahren mit immer noch vorhandenem Engagement tätig bin.

Recherchiere ich in meiner Freizeit nicht in Archiven, sitze ich nicht am Schreibtisch, um zu schreiben, dann organisiere ich Konzerte mit Professoren und Studenten der Musikalischen Abteilung der Ionischen Universität Korfu (Griechenland) oder mit Musikerinnen und Musikern aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

Weitere Aktivitäten

  • erste Publikationen (Lyrik) in diversen Anthologien (Deutschland, Österreich, Israel)

  • Akteur beim Stadttheater Solingen (u. a. Faust in Goethes gleichnamiger Tragödie)

  • Seit 1984 als Diplom-Sozialarbeiter beim Jugendamt Solingen beschäftigt

  • Vorsitzender des Kulturforums Solingen e. V.

  • Vorstandsmitglied des Forums für kulturelle Zusammenarbeit Solingen-Minsk e. V.

Veröffentlichungen im Anno-Verlag:

- Goethe, das Bergische Land und dessen Umgebung, 2011